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Maske bitte! Einmal abtupfen und pudern | Avid Tip 02

Ein Effekt der, zu Unrecht ein Schattendasein fristet ist der Paint Effekt (unter Image). Es gibt sehr vielfältige Anwendungsmöglichkeiten für den kleinen Scheißer, aber am besten gefällt mir momentan ein ‚Post-Promist-Look’, der auch aus der derbsten pockennarbigen Haut eine ebenmäßige macht.

Die Anwendung ist auch extrem einfach und das Beste, der Effekt ist ein Realtime-Effekt.

  • Ziehe den Paint-Effekt auf den zu verbessernden Clip.
  • Ziehe mit dem Rectangle-Tool ein Rechteck über das ganze Bild (falls nötig etwas heraus zoomen mit CRTL+K)
  • Dann den Mode auf Blur umstellen
  • Die Blur-Stärke auf 3 bis 4 einstellen.
  • Danach den Foreground-Regler auf einen Wert zwischen 5 und 35 ziehen.

 

Mit dieser Methode kann man, gerade im HD Zeitalter vielen Moderatoren und anderen Menschen, die ihr Gesicht in die Kamera halten müssen, einen großen Gefallen tun (und auch den Zusehern).

Da der Effekt das ganze Bild betrifft, werden auch die Augen sehr stumpf. Das kann man beheben, indem man den Paint-Effekt zwei Videospuren über dem eigentlichen Clip anwendet und dann mit einem genesteten Animatte (Kreis mit Feather-Wert 3) die Augen ausschliesst.

Sollte sehr viel Bewegung im Bild sein, empfiehlt es sich zusätzlich, die Animatte-Shapes zu tracken.

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Avid Tip 020 – Oh Quell‘ des Editors

Wer schon einmal das vergnügen hatte eine Sequenz zu onlinen, wovon das Rohmaterial mehr als 3 Bänder umfasste, weiss wie mühselig es ist sich durch so einen Haufen zu wühlen. Aber zum Glück hat die nette Firma Avid da mitgedacht und uns Editoren das Leben mit einigen Kniffen erleichtert.

Es gibt ja so einige Möglichkeiten eine Source-List aus dem Media Composer raus zu lassen, unter anderem den EDL-Manager. Doch die denkbar einfachste ist die so unterschätzte Console zu nutzen.

Mit dem Befehl: dumpsourcesummary wird ratzfatz eine Liste erstellt, in der alle verwendeten Bänder und File-basierten Quellen zu finden sind, die in einer Sequenz verwendet wurden.

  • • Lade deine Sequenz in den Record-Monitor
  • • Drücke STRG+6 um die Console zu öffnen
  • • Wähle im Fast Menu den Punkt ‚Open Log File‘
  • • Gib dem Log File einen sinnvollen Namen
  • • Tippe dumpsourcesummary in den Eingabebereich der Console und bestätige mit Return
  • • Die Liste wird angezeigt
  • • Wähle aus dem Fast-Menu den Punkt ‚Close Log File‘

In der Liste wird dir jedes verwendete Band angezeigt, und was bei projektübergreifenden Sequenzen wirklich cool ist, es wird auch das ursprüngliche Projekt angezeigt, in dem das Band geloggt wurde.

Für die File-basierte Dateien wird Dir der komplette Import-Pfad angezeigt.

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Avid Tip 019 – TReX

Avid Tip 019 – TReX

Die meisten von Euch werden diese Tastenkombination schon benutzen, aber wer sie noch nicht kennt, der wird einen kleinen AHA-Effekt erleben.

Wenn Dir ein Clip in deiner Sequenz zu lang ist benutzt du einfach diese Tastenkombi:

T-R-X/ T-I-X oder T-E-X/ T-O-X

Mit den zu kürzenden Clips angewählt parke den Lesekopf an der Stelle, an der dein Einstieg/Ausstieg im Clip sein soll.

Um den Anfang zu kürzen machst du folgendes:

  • – drücke T um den ganzen Clip zu markieren
  • – drücke R (oder O) um einen OUT zu setzen
  • – drücke X um die gewählte Strecke herauszuschneiden

Um das Ende zu kürzen gehst du folgendermassen vor:

  • – drücke T um den ganzen Clip zu markieren
  • – drücke E (oder I) um einen IN zu setzen

drücke X um die gewählte Strecke herauszuschneiden
Und um dem ganzen noch die Krone aufzusetzten gibt es dieses Prozedere auch als Ein-Tasten-Funktion unter den Buttons Top und Tail. Diese Buttons musst du Dir al

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Avid Tip 018 – Ein-Punkt-Schnitt

Jeder weiß mittlerweile, dass man drei Markierungen braucht um einen Schnitt zu machen.

Falsch!

Wer zuviel Zeit im Schnittprozess hat, kann gerne so weiter machen.
Alle anderen sparen sich zwei Markierungen und arbeiten mit einem IN oder einem OUT. Und zwar folgendermaßen:

Zu allererst musst du in den Composer Settings unter dem Reiter Edit die Funktion Single Editing aktivieren. Danach schneidest du wie folgt:

Lösche alle IN/OUT-Markierungen in der Timeline
Positioniere den Lesekopf in der Timeline an der Stelle, an der ein neuer Clip beginnen soll.
Setzte im Source Monitor einen IN undspiel den Clip bis zu der Stelle, an der dein OUT sein soll.
Anstatt einen OUT zu setzen lässt du einfach den Lesekopf an der Position stehen und
Drück ‚Overwrite’.

BAMM! Ein-Punkt_Schnitt!

So, und jetzt rechnet bitte jemand die Tastenanschläge eines Tages zusammen, die man sich mit dieser Technik spart.

Das ganze funktioniert übrigens auch mit einem OUT und für Overwrite, Splice-In und Replace Edits.

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Avid Tip 017 – Lesbar!

Was bitte nutzt es einem, wenn man seine Bins und Clips akkurat benennt, um dann festzustellen, dass man den ganzen Krempel nicht entziffern kann, nur weil die Schriftgröße zu klein ausfällt.
Oder der Regisseur sitzt auf seiner Couch so weit entfernt, das er nur noch Punkte sieht?

Wenn du das Projekt-, Composer-Monitor-, Timeline-Fenster oder eine Bin auswählst, kannst du unter dem Menüpunkt Edit> Set Font die Schriftgöße und die Schriftart wählen.

  • Wenn du verschiedene Timeline-Views gespeichert hast, kannst du jedem View eine Schrift-/größe zuordnen. Bei Bins ist das nicht möglich
  • Wenn du einmal eine Schrift für eine Bin eingestellt hast, werden alle neu erstellten Bins danach ebenfalls in diese Schrift-/größe dargestellt.
  • Schriften, die du für das Projektfenster einstellt sind nur auf das Projekt bezogen.
  • Composer-Monitor-Fenster Schriften sind User bezogen und werden bei jedem Projekt angewandt.
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Avid Tip 016 – Einfach halten!

Wenn du dir die Settings-Liste anzeigen lässt, ist es schwer von Vorteil, wenn nur die Settings angezeigt werden, die dich wirklich interessieren. Über das Fast Menü der Settings-Liste kannst du folgende Auswahl treffen:

Aktive Settings – zeigt nur die momentan verwendeten Settings an
All Settings – zeigt die komplette Liste mit allen Varianten an
Base Settings – zeigt nur die wichtigsten Settings an (das sind aber auch schon ein guter Haufen)

Dann gibt es noch sieben weitere Settingslisten zur Auswahl, die sich auf Export, Import, Timeline- und Bin View, Titel Styles, Workspaces und mit Workspaces velinkte Settings beziehen.

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Avid Tip 015 – Feldstudie!

Wenn du z.B. durch eine Blende mit den Pfeiltasten (oder den Tasten 3 und 4) Frame-By-Frame stepst, wird dir immer nur das erste Halbbild angezeigt. Selbst auf einem externen Videomonitor sind solche Fehlbilder nur schwer zu erkennen, da sie extrem kurz angezeigt werden (0,02 Sekunden um genau zu sein).

Solche Fehlbilder tauchen sehr gerne bei Normgewandelten Footage (NTSC zu PAL) auf.

Um die Fehlbilder sehen zu können machst du folgendes:

⁃ Du rufst über STRG+3 die Keyboard Platte auf und legst vom Reiter ‚Move‘ die beiden Buttons
‚Step Vorward One Field‘ und
‚Step Backward One Field‘ auf ein beliebiges freies Feld unter den Monitorfenstern oder am oberen Rand des Timelinefensters

oder

⁃ Drücke ALT+1 um ein Feld nach links zu gehen
⁃ Drücke ALT+2 um ein Feld nach rechts zu gehen

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Avid Tip 013 – Markier Dein Revier!

Eine übliche Methode um INs und OUTs für einen Clip zu setzen ist die Funktion ‚Mark Clip‘.

⁃ Platziere den Lesekopf (blaue Linie) innerhalb des Clips auf der Timeline den du markieren willst.
⁃ Drücke die Taste ‚T‘. Jetzt ist der Clip von ersten bis zum letzten Bild ausgewählt. Wenn du mehrere Spuren angewählt hast, werden die am weitesten voneinander entfernten Schnitte als IN und OUT gesetzt.

⁃ Um diese Verhalten zu umgehen drückst du einfach die Kombination ALT+T. Hiermit werden die nahesten zum Lesekopf gelegenen Schnitte als IN und OUT markiert. Und zwar unabhängig von den gewählten Spuren.

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Zeigen Sehen Staunen -Zeig mir mehr! Avid Tip 012

Manchmal will man einen Teilabschnitt der Timeline etwas genauer unter die Lupe nehmen und dafür benutzt du folgende Möglichkeiten:

  • Bewege den Zoom-Regler (rechts neben dem Timeline-View-Menü) um in die Timeline hinein- oder heraus zu zoomen.
  • mit der Tasten-Kombination STRG+[ kannst du die Timeline vergrössern
  • mit der Tasten-Kombination STRG+] kannst du die Timeline verkleinern
  • mit der Tasten-Kombination STRG+/ kannst du die komplette Timeline darstellen
  • Im Fast Menü klickst du die Menüpunkte ‚More Detail‘ oder ‚Less Detail‘

 

Da die eckigen Klammern aber auf einer deutschen Tastatur nur umständlich zu tippen sind empfiehlt es sich hier die Funktionen auf eine selbst festgelegt Tastenkombination zu legen (evtl. Pfeil auf und Pfeil ab).

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Avid Tip 011 – Einraster!

Wenn du Clips im Segmentmodus auf der Timeline hin- und herschiebst, ist das sehr ungenau. Doch hier gibt’s exzellent Abhilfen.

 

⁃ Wechsle in einen der beiden Segmentmodi (gelber oder rote Pfeil)

⁃ Wenn du jetzt die Strg-Taste drückst und dann einen Clip verschiebst, rastet der Clip immer am ersten Bild        des nächsten Schnitt ein. Diese ‚Magnet‘-Funktion erstreckt sich über alle Video und Audio Spuren.

⁃ Drücke die Strg+Alt-Taste um einen Clip am jeweils letzten Bild eines Schnittes einzurasten.

⁃ Hälst du nur die ALT-Taste gedrückt, kannst du Clips frameweise nach vorne oder hinten ziehen.